8 Jahre Blog Morgenspaziergang …

… sind es mittlerweile geworden. Vor 8 Jahren startete dieser ‚Daily‘ und sollte eigentlich nur den Jahresverlauf der Landschaft dokumentieren. Es ist ein wenig mehr geworden. Anfangs zunächst nur werktags, landeten die täglichen ‚Albblicke‘  und dies und das im Blog. Bald wurde es ein täglicher Blog, von wenigen Ausnahmen durch Krankheit oder Termine abgesehen *).  Es soll  keine Auflistung von Statistiken folgen, aber dennoch ein paar Eckdaten. In dieser Zeit sind rund 6000 Beiträge, Tausende Fotos und grob überschlagen ungefähr 6 Mio Schritte zusammen gekommen.

Sehr viele Eindrücke sind dabei hängen geblieben, etliche die man nicht missen möchte. Dazu gehört besonders der Blick auf die Steilwälder der Schwäbischen Alb, die im Wechselspiel von Sonne und Wolken immer wieder andere Seherlebnisse bietet. Oftmals ist es so, dass man den Blick nicht abwenden möchte, weil man immer wieder anderes entdeckt. Kein Wunder dass etliche Dichter sie in ihren Werken mit aufnahmen.

Daneben sind es die Erlebnisse und Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, die faszinieren können und auch für Überraschungen sorgen. Sobald man einige Minuten an einem Baum lehnt, sich einfach ruhig verhält, fühlt man sich aufgenommen und angenommen. Da springt plötzlich eine Maus über die Schuhe, bleibt ein verdutzter Hase vor einem stehen oder kann das Eichhörnchen kaum seine Neugierde befriedigen, wer oder was sich da an den Baum lehnt. Manchmal, so Auge in Auge, ja manchmal hat man das Gefühl, dass man gar nicht mehr der Störenfried ist, sondern eben einer unter den vielen Lebewesen, die sich da so tummeln. Die Pflanzen begleitet man besonders ins Frühjahr hinein in ihrem täglichen Wachstum, und entdeckt auch hierbei immer wieder einmal was Neues. Leider ist über die Felder und Wiesen hinweg die Vielfalt verloren gegangen, trostlos-grüne Wiesen und Monokulturen auf den Äckern, da fühlt man sich unwohl, der Lebensraum für Tierarten ist hier verloren. Auf den kleinen Fleckchen aber, wo die Natur sich selbst überlassen ist, lässt sich hin und wieder auch eine Augenweide finden.

Ganz besonders sind es aber die Begegnungen mit Menschen, die sich im Lauf der Jahre ergeben haben und eine Bereicherung sind. Ein „Godda Morga“ und ein kleiner Schwatz, ‚was gibts Neues‘, ‚was hast Du gesehen‘ oder, so die Zeit vorhanden ist, auch ein tieferes Gespräch. Hierzu gehören auch die virtuellen ‚Begegnungen‘, die den einen oder anderen Austausch mit sich bringen. Diesem Gegenüber darf ich hier ein herzliches Danke sagen!

Und wie gehts nun weiter?  Hmm … wer weiß das schon?  Einiges hat sich verändert in dieser Zeit, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Solange nicht der letzte Funken an Motivation verglüht ist und auch die Umstände es zulassen, kommen sicher noch ein paar Bilder vom Morgenspaziergang. Der Weg das Ziel …

Machts gut und bleibt gesund!

 

*) Trotz der ‚Löcher‘ im Kalender und den fehlenden „Blick in den Tag“-Beiträgen wird täglich das „Blick in …“ -Foto in den Blog gesetzt. Allerdings werden diese Aufnahmen nicht immer veröffentlicht, zeigen sie eigentlich stets dasselbe Bild zur Tag- oder Nachtzeit und langweilen mitunter.

14.07.2020 Blick in die Nacht

 

Links im Bild oben schwach erkennbar die Plejaden, denen der Aldebaran aus dem nächsten Beitrag „nachfolgt“. Die Plejaden gehören noch zu unserer Galaxie, der Milchstraße, und sind etwa 400 Lichtjahre entfernt. 1 Lichtjahr hat etwa 9,5 Billionen Kilometer, das kann jetzt jeder selbst ausrechnen wie weit das ist, jedenfalls ist das saumäßig weit fort.